Heldenepos – Sieg über Lord NelsonTeneriffa mit seiner strategisch günstigen Lage war Ziel zahlreicher Angriffe durch Piraten und Eroberer. Schließlich wurden die Ureinwohner selbst von den spanischen Feldherren unterworfen und die Kanaren dem spanischen Königreich einverleibt.
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 | | Historische Kostüme und Salutschüsse. |
| Plaza de La Candelaria - 27.07.2010 - Eine geschichtsträchtige Schlacht, der auch heute noch jedes Jahr gedacht wird, war der Sieg über Lord Horation Nelson, die am 25. Juli 1797 gewonnen wurde. Gerne hätte er Teneriffa, wie schon zuvor Gibraltar, Menorca und Malta der britischen Krone übergeben. Vier Mal attackierte er die kanarische Insel, ehe er erfolglos abdrehen musste. Dabei waren die Canarios sogar unterbesetzt, denn ein Teil des Heeres saß nach der Zerstörung der spanischen Kriegsflotte bei Sankt Vincent durch die Engländer auf dem spanischen Festland fest. Der damalige Befehlshaber General Antonio Gutiérrez war durch diese Niederlage alarmiert. Er wusste, wie gefährlich die Engländer sein konnten. Lord Nelson war damals als gefeierter Seeheld berühmt und gefürchtet. In seiner Not rekrutierte Gutiérrez junge Bauernburschen von der ganzen Insel für sein Infanterieregiment und bildete sie im Turbo-Gang aus. Die Wehrburg der Soldaten waren die Festungen, die entlang der Küstenlinien schon Jahrzehnte vorher gebaut worden waren. Sie waren zu diesem Zeitpunkt genauso veraltet, wie die dort befindlichen Kanonen. Mit seinen Befürchtungen sollte der General Recht behalten, denn schon bald kreuzten neun englische Kriegsschiffe mit 3.000 Mann Besatzung vor Santa Cruz. An Bord des Flaggschiffs „Theseus“ befand sich die Befehlszentrale unter Konteradmiral Nelson. Allein 74 Kanonen waren auf diesem Schiff zum Abschuss bereit. Nelsons Vizeadmiral Bowen war es gelungen mit 1.200 Mann südlich von Santa Cruz an Land zu gehen. Doch schon nach einem Tag hatten ihn die kanarischen Soldaten überwältigt und gefangen genommen. Es ist nur dem kanarischen Heldenmut und vielleicht einem Quäntchen Glück zu verdanken, dass die wenigen und schlecht ausgerüsteten Streitkräfte den Angriff auf Santa Cruz abwehren konnten. Während dieser Schlacht verlor Lord Nelson seinen linken Arm. Die Kanone, mit der dieser wichtige Schlag, der zum Abdrehen der Angreifer beitrug, ausgeführt wurde, wird „el tigre“ genannt. Die Bronzewaffe war zwei Tonnen schwer und feuerte Geschosse in der Größe einer Melone ab. Sie ist heute noch im Militärmuseum von Santa Cruz zu sehen. In den anschließenden Verhandlungen mit den Briten erwirkte General Gutiérrez einen Nicht-Angriffs-Pakt und ließ im Austausch dazu die britischen Gefangenen frei. Diesem Sieg wird am 25. Juli in Santa Cruz gedacht. Am Freitag, 23. Juli um 18 Uhr, beginnt das Spektakel mit dem historischen Aufmarsch des I. Infanteriebataillon der Kanaren von der Plaza Weyler bis zur Plaza de La Candelaria. Am Samstag, 24. Juli um 12 Uhr wird das Publikum mit einer Nachstellung der Schlacht bei der Landung der Engländer am Castillo de San Juan und der Casa de La Pólvora (gegenüber dem Auditorium) unterhalten. Abends um 20 Uhr werden die Gefechte zwischen den Eindringlingen und den Einheimischen an der Iglesia de La Concepción und in der Calle de la Noria nachgespielt. An der Plaza de la Madera kann man die Kapitulation nachvollziehen. Höhepunkt und Ende der Veranstaltung ist am Sonntag, 25. Juli um 12 Uhr, an der Plaza de La Candelaria mit dem Rückzug und Abmarsch der Truppen in ihren farbenprächtigen Kostümen.
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