Hat sich die Erdachse verschoben? Das Erdbeben, das Chile am 27. Februar dieses Jahres mit einer Stärke von 8,8 auf der Richterskala erschütterte, könnte noch viel mehr Schaden angerichtet haben, als dies zunächst augenscheinlich ist.
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| 04.03.2010 - Nach Aussagen des NASA Wissenschaftlers Richard Gross in Pasadena (Kalifornien) befürchten die Experten, dass das Beben die Erdachse um rund acht Zentimeter verschoben haben könnte. Diese Achse verläuft parallel zur Achse zwischen dem Nord- und Südpol, in einem Abstand von etwa zehn Metern. Eine ähnliche Verschiebung ist vermutlich schon einmal im Jahre 2004, während des Bebens in Sumatra geschehen. Diese Erschütterungen waren zwar mit 9,1 auf der Richterskala noch stärker, aber trotzdem könnten die südamerikanischen Erdstöße stärkere Auswirkungen gehabt haben. Das Zentrum des Bebens in Sumatra war in der Nähe des Äquators, während das in Chile in den mittleren Breitengraden situiert war und außerdem weit in das Erdinnere hineinreichte. Dadurch könnte sich die Erdmasse tatsächlich um einige Zentimeter verlagert haben. Diese Erkenntnisse basieren auf komplizierten Rechenmodellen und sind Vermutungen. Gleichzeitig errechneten die Wissenschaftler mit speziellen Formeln, dass sich der Tag auf der Erde durch die Veränderungen um ungefähr 1,26 Mikrosekunden verkürzt hat.
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