Montag 06.02.2012   

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Dokumentenfälschung für Aufenthaltsgenehmigung

Die Nationalpolizei in Barcelona deckte die Machenschaften eines spanienweit operierenden Netzwerkes auf, das sich auf die Fälschung von Dokumenten zum Erreichen einer Aufenthaltsgenehmigung spezialisiert hatte. Mindestens ein Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes auf Teneriffa ist in den Fall verwickelt.

29.01.2010 - Die Untersuchung wurde im Sommer 2009 eingeleitet, als ein Pakistani mit falschen Papieren aus dem Rathaus Candelaria aufgefallen war. Im Zuge der Ermittlungen fielen weitere Fälschungen auf, die angeblich vor allem aus den Rathäusern von Candelaria und Arona stammten. Die „heißen“ Papiere wurden offenbar vor allem an Pakistani zu einem Preis zwischen 1.500 und 3.000 Euro verkauft. Die so genannten „Certificados de Residencia“ (Aufenthaltsbescheinigungen) sollten belegen, dass der Antragsteller mindestens seit drei Jahren in Spanien lebte. Diese Frist ist für den Erhalt einer dauerhaften Aufenthaltsgenehmigung nötig. Insgesamt nahm die Polizei 24 Personen, sowohl Käufer als auch Verkäufer fest. Dabei soll der modus operandi so gewesen sein, dass der Kopf der Fälscherbande die Papiere ausstellte und der Beamte vor Ort für die Verteilung beziehungsweise die „Neukunden-Werbung“ zuständig war. Diesem Treiben wurde durch die Verhaftungswelle ein Ende gesetzt. Unter den Beweismitteln fanden die ermittelnden Beamten auch bereits vorbereitete Leer-Dokumente.




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