Oles Radiotagebuch
Ein Hundeleben bei ExpressFMFinito! Schluss! Schicht im Schacht! Nicht mit mir! Ich streike! Sehe ich etwa aus wie Nachbars Lumpi? Immerhin bin ich ein reinrassiger Jack Russell und der wohl berühmteste Hund der Kanaren. Welcher Hund hat sonst schon eine Zeitungskolumne? Deshalb muss ich jetzt mal ein Machtwort bellen. Ich wusste ja immer schon, dass man es als Studiohund beim Radio nicht einfach hat. Aber sowas!?! In der Vergangenheit erhielt ich für meine Dienste als Studiohund und Maskottchen (von solchen wohlüberlegten Formulierungen sind unsere Moderatoren weit entfernt) täglich ein Stück Rinderfilet. Halbdurch. Medio hecho, wie man hier sagt.
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| Las Chafiras - 26.07.2008 - Mit fadenscheinigen Ausreden sollte meine Ration jetzt fast um die Hälfte gestrichen werden. Holger hat das angeregt. Der dachte wohl, ich merke nicht, dass die Stücke in letzter Zeit immer kleiner wurden. Wenn ich da meine zusätzlichen Katzenrationen nicht hätte, müsste ich elendig verhungern. Heinzel sollte dann schlichten, in Holgers Auftrag. Dass ich nicht lache. Ausgerechnet dieser Weibchenversteher (welcher erwachsene Rüde heißt schon Heinzel?) hat doch von Arbeitskampf keine Ahnung. Der steckt doch mit Holger unter einer Decke. Wobei, Holger hat mir noch nie was von meinem Filet abgekaut. Aber die beiden können sich ab sofort selbst den Schmalz zwischen seinen Zehen lecken. Ich machs jedenfalls nicht mehr. Die denken wohl, dass ich den ganzen Tag nur schlafend unterm Mischpult liege. Zwischendurch muß ich immer wieder auf Kommando bellen und knurren. Das ist ein knallharter Knochenjob. Apropos Knochen: die bekomme ich auch immer seltener. Wer kann da noch an Zufall glauben? Jetzt haben die Jungs vom Radio natürlich Riesenmuffe, dass ich meinen Dienst quitiere. Aber Heinzel hat schon eingelenkt. Er hat mir ein Angebot gemacht. Ein Schweinefilet pro Arbeitstag. Ich versuche natürlich noch ein paar Knödel zu jedem Filet auszuhandeln. Vielleicht sollte ich Heinzel und Holger mal sagen, daß Schweinefleisch meine Darmwinde gewaltig anregt. Anders ausgedrückt: ich furze davon! Aber wir werden sehen, wie es weitergeht. Ich werde Euch auf jeden Fall auf dem Laufenden halten. Schließlich habe ich Euch alle lieb gewonnen. Fühlt Euch geschleckt von Eurem Euch liebenden (das war jetzt ein wenig dick aufgetragen) ... Eurem Ole
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