Oles Radiotagebuch
Ein Hundeleben bei ExpressFMSoll ich Euch mal was sagen? Teneriffa ist auch nicht mehr das, was es mal war. Eigentlich ist der Sommer immer eine ruhige Zeit. Viele Katzen aus der Nachbarschaft verbringen den Sommer mit ihren Herrschaften in Deutschland, einige attraktive und durchaus willige Hündinnen tun es ihnen gleich. (Jetzt habe ich mich bewusst gewählt ausgedrückt, das unterscheidet mich von Heinzel). Adel verpflichtet halt, schließlich heiße ich mit vollem Namen Othello vom Mühlenhof, während Heinzel und Holger mich eher an eine Promenadenmischung erinnern.
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| Las Chafiras - 02.06.2008 - Ich dachte schon, dass ich - wie gewohnt - meine Von-Mai-bis-September-Dauersiesta halten könnte, aber nein! Da nehmen die Jungs doch glatt einen neuen Streuner ins Team. Ralf Gothan heißt er. Auch so ‘ne Art Promenadenmischung. Hat zwar ‘ne feuchte Schnauze, aber ‘ne trockene Nase. Allerdings eine gute Stimme. Eine große Schnauze muss man beim Radio haben, sagen die Dreibeiner immer. Apropos: Man sagt, Ralf habe viele Jahre in der Bar Berlin gestreunt und sich dort sein Futter erbettelt. Erfolgreich, wie ich hörte. Soll dabei auch nette Weibchen ergattert haben. Er muss aber noch einiges lernen. Nicht nur, welche Knöpfe man zu welcher Zeit drücken muss, sondern auch, dass man dem Studiohund (und damit dem Vertreter einer Minderheit) durch Leckerlis täglich eine Freude machen sollte. Wetten, dass er das mit den Knöpfen schneller lernt? Aber das kriege ich schon noch hin. Ralf moderiert den „Bea(t)ch-Club“ von 13 bis 15 Uhr. Finde ich prima, dann kann ich während dessen am Bea(t)ch Löcher buddeln. Angeblich ist Ralf komplett enthaart, sogar unter den Achseln. Holger und Heinzel sagen, Brusthaare hatte der Frauenversteher sowieso noch nie! Aber das bleibt jetzt unter uns. Ich muss mich ja gut stellen mit Ralf. Vielleicht geht er dann auch mal mit mir gassi. Es geht echt rund im Studio. Alle reden von Fußball, einem Spanischkurs im Radio, von Kulturhinweisen und vielen anderen Dingen, von denen ich null Ahnung habe. In Zukunft wird es richtig lebendig im Studio. Mir soll‘s recht sein. Hauptsache, die Jungs vom Radio lassen meine Futternäpfe in Ruhe, sonst werde ich zum Tier.
Euer Ole
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