Kanarischer Indiana Jones in New YorkFran Casanova, ein junger Künstler aus La Orotava stellt vom 6. bis 8. Februar seinen Kurzfilm „Indiana Jones y la busqueda del ídolo perdido“ (Indiana Jones und die Suche nach dem verlorenen Idol) auf dem renommierten amerikanischen Festival NY Comic-Con vor. Der Film handelt von Indiana Jones, der bei der Suche nach einem verlorenen Idol auf einige Komplikationen stößt. Die Handlung spielt in Lissabon, alias La Orotava, und weckt die Begeisterung aller Fans. Das konnte man in dem ausverkauften Vorführsaal im Yelmo Kinocenter in La Orotava feststellen, wo am 28. Dezember rund 400 Menschen kamen, um bei der Premiere dabei zu sein. Ende Januar wurde der Kurzfilm zudem mehrmals über den lokalen kanarischen Sender von Antena 3 TDT ausgestrahlt.
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 | | Fran mit seinem Hauptdarsteller Rafa Rodríguez | | © fran rafa |
| 13.02.2009 - Dieses ist Casanovas vierter Streifen in der Indiana-Jones-Szene. Als großer Bewunderer von Steven Spielberg kreiert er nach jedem neuen Kinofilm seine eigene Version, die er dann auf die Leinwand bannt. Im Jahr 1999 drehte er den ersten Teil und war damit der erste Spanier, der mit Indiana Jones unter den so genannten Fan-Films im Internet auftrat. Nach dem neuen Original, das im letzten Jahr die Kinos füllte, juckte es auch Casanova wieder in den Fingern. Als Drehbuchautor, Produzent, Kameramann und Regisseur schuf er seine eigene Version des Kinoschlagers.
Der kanarische Filmemacher studierte an der Filmakademie in Madrid und lebt seither in der spanischen Hauptstadt. Doch zum Drehen seiner Kurzfilme kommt er immer wieder auf seine Heimatinsel zurück. „Ich habe kein Budget und muss alles aus eigener Tasche zahlen. Hier habe ich Familie und Freunde, die kostenlos mitmachen – sogar meine Oma stand das letzte Mal mit vor der Kamera. Über Beziehungen konnte ich zum Beispiel einen Oldtimer organisieren und die Inselregierung erlaubte mir, auf dem alten Dampfschiff „La Palma“ im Hafen von Santa Cruz zu drehen. So etwas kostet normalerweise viel Geld, das könnte ich mir gar nicht leisten. Außerdem ist Teneriffa so vielseitig, dass man für jede Szene den passenden Drehort findet. Der Film entstand zu 90 Prozent in La Orotava und beginnt in der Kirche La Concepción. Daneben nutzte ich die Höhlen bei Los Realejos und den Hafen von Santa Cruz. Es ist mein bisher bester Film und ich bin sehr stolz darauf, dass er in New York auf diesem bekannten Festival dabei ist“, erzählt Fran Casanova voller Stolz.
Dabei hat der junge Künstler bereits einige Erfolge mit seinen Eigenproduktionen vorzuweisen. Sein „Merry Christmas“ mit Pilar Rubio und Pedro Martín gewann den ersten Preis auf dem Kurzfilmwettbewerb CRUZARTE 07 in Puerto de la Cruz und war unter den Finalisten auf den Festivals CINEMAD 07 in Palmarés und in Medina del Campo. Diese Version, andere Werke sowie ein Trailer des neuen Indiana Jones sind auf seiner Webseite unter www.francasanova.com/index_trailer_esp.php zu sehen. Nach dem Festival in New York wird auch die ungekürzte Fassung des Indiana Jones aus La Orotava online zu bewundern sein. Dort trifft man dann auf bekannte kanarische Orte und vielleicht sogar auf ein bekanntes Gesicht. (sv)
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