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Amerikanischer Kongress

Doch noch Zustimmung für US-Bankenhilfe

Das amerikanische Repräsentantenhaus hat am Freitag die am Montag abgelehnte Finanzhilfe für in Not geratene Banken doch noch angenommen und die vom Senat überarbeitete Vorlage mit 263 zu 171 Stimmen gebilligt. Sie umfasst nun nicht nur 700 Milliarden Dollar zum Aufkauf illiquider Vermögenswerte, sondern bringt auch Steuererleichterungen in der Höhe von ungefähr 150 Milliarden Dollar.

Im Kapitol in Washington tagt der amerikanische Kongress
Im Kapitol in Washington tagt der amerikanische Kongress
© Wikipedia
Washington - 04.10.2008 - Der Senat erhöhte ferner die Staatsgarantie auf Bankeinlagen, eine Maßnahme, die das Hilfspaket politisch leichter verdaulich gestaltete. Viele Mitglieder des Repräsentantenhauses drückten ihren Unwillen darüber aus, durch Spekulanten und skrupellose Banker in diese missliche Lage geraten zu sein, sahen aber schlussendlich doch ein, dass sie keine andere Wahl hätten, als zuzustimmen. Die amerikanischen Aktienmärkte reagierten kaum auf die Entscheidung. Offenbar hatten die Börsianer fest mit der Zustimmung gerechnet. Der Dow-Jones-Index notierte zum Handelsschluss mit einem Minus von 1,5 Prozent bei 10.325 Punkten. Als das Repräsentantenhaus am Montag die Hilfe abgelehnt hatte, verbuchte der Dow Jones den höchsten Tagesverlust seiner Geschichte. Präsident George Bush setzte das Rettungspaket unverzüglich in Kraft.
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